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Inselspital: Datenbank hilft Kosten sparen.
publiziert am 08.09.2010
Die Universitätsklinik für Neurochirurgie des Inselspitals hat für die Instrumente des Operationsaals eine Datenbank erstellt. Die Erfassung der Instrumente ermöglicht einfachere Abläufe und den Einsatz von weniger Instrumenten. Jährlich lassen sich so 42‘000 Franken sparen. 
Jürgen Schmidt vom Inselspital mit „Besteckkörbchen“ für Hirnoperationen. (Bild: zvg)
Scheren, Pinzetten, Klammern und Messer sind nur einige der Instrumente, die ein Chirurg für eine Operation braucht. Operiert er einen Patienten mit einem Bandscheibenvorfall, stehen ihm 78 Instrumente zur Verfügung.
Bei einer Tumorentfernung kann er auf 147 Instrumente zugreifen, wie das Inselspital mitteilt.
Damit die Instrumente immer griffbereit liegen, braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Die Universitätsklinik für Neurochirurgie des Inselspitals habe eine Datenbank für die Instrumente des Operationssaals erstellt, welche die Planung und Durchführung der Operationen verbessert.
Jedes Instrument sei mit einer Identifikationsnummer versehen und kann so leichter eingeordnet werden.
Bevor die Instrumente auf dem Operationstisch zum Einsatz kommen, werden sie auseinandergenommen, gewaschen, zusammengesetzt, geprüft und sterilisiert. Bis jetzt haben die OP-Pflegefachpersonen neben ihrer Arbeit im Operationssaal diese Aufgabe der Aufbereitung übernommen.
Die Einführung einer Datenbank ermöglicht es nun, diese Schritte an die Mitarbeiter der ZSVA, der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung des Inselspitals, auszulagern. Jürgen Schmidt, Leiter der OP-Pflege an der Universitätsklinik für Neurochirurgie, über die Vorteile der von ihm eingeführten Datenbank: „Mit dieser Massnahme arbeiten wir nicht nur effizienter, sondern auch kostengünstiger.“
Die Erfassung der Instrumente ermöglicht eine bessere Nutzung der Siebe.
Ein Sieb sei eine Art Besteckkörbchen: eine mit sterilen Tüchern bedeckte Unterlage, auf der die sterilen Instrumente liegen. Für eine Operation müssen zum Teil bis zu 15 verschiedene Siebe vorbereitet und zur Verfügung gestellt werden.
Die Inventarisierung habe zu einer Verringerung des Instrumentenbestands geführt. Ältere Instrumente wurden aussortiert und mit weniger - dafür moderneren - Instrumenten ersetzt.
Mit der Überprüfung der Siebe konnte die Zahl der Instrumente um 133 Stück verringert werden. Jährlich lassen sich so 42‘000 Franken einsparen, da die Kosten für die Aufbereitung der nicht mehr benötigten Instrumente wegfallen..
(pd/rue)
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