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kurt wasserfallen
publiziert am ..
auch wenn man bloss 200'000 im jahr wert ist, die macht ist zu verlockend. er kandidiert und bricht damit sein wort. 
feldherrenpose wie anno tobak (Bild: wasserfallen)
im vorfeld der initiative, ob der stapi 200'000 franken im jahr verdienen soll, hat kurt wasserfallen herumposaunt, dass er nicht für das amt kandidieren würde, wenn die initiative angenommen wird. für mich ein lupenreines argument, die die initiative anzunehmen. die initiative wurde angenommen und der stapi ist in bern nur noch 200'000 wert. aber kurt wasserfallen kandidiert trotzdem! merci kurt, dass du uns gleich selber im vorfeld der wahl die gretchenfrage beantwortest, wie du es mit der wahrheit hälst.
als verantwortungsbewusster wähler setzte ich mich den kandidaten für das stadtpräsidenten- (stapi-)amt auseinander. beim studium von wasserfallens politischer karriere ist mir aufgefallen, dass kurt immer wieder gegen schwächere losgeht. ob dass sein quell für lebensinhalt ist, ich weiss nicht, aber er scheint schwächere, die er gängeln kann, regelrecht zu suchen:
als polizeivorstand der stadt liess er seine jungs in blau unbewaffnete demonstranten mit tränengas durch die gassen jagen, versuchte mit gummiknüppeln die wohltätige arbeit der gassenküche zugunsten von drogenkranken zu verhindern, schloss illegale bars, stürmte die reithalle, das zentrum linker jugendkultur und führte zahllose razzien in hanfläden durch.
als man den law-and-order-mann endlich von dieser position als wächter des gewaltmonopols entfernte, fand kurt in seinem ressort (finanzen) wieder schwächere, die auf deren kosten er sich zu profililieren versucht. als finanzdirektor ist er verantwortlich für den bahnhof bern. dummerweise halten sich in den ecken des bahnhofs randständige auf und diese sind nur kurt ins auge gestochen. er will die sozial benachteiligten aus den hallen vertreiben: er will nicht, dass man sich auf den boden oder die treppen setzt und sonst wie rumlungert. damit hat kurt vielleicht sein ego poliert, aber bestimmt nicht das problem gelöst. und wenn dass die motivation für politische arbeit ist, dann glaube ich nicht, dass wasserfallen der richtige mann ist, um die oberste verantwortung für die stadt bern zu tragen.
und da der andere zweite spitzenkandidat der "berner bär"-liebling und cüpli-sozialist alxander tschäppät ist, wird die stapi-wahl wohl zur wahl der qual. (martinko)
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