inezoge
mythos

sonntags in bern einzukehren ist sagenhaft schwierig. das ist kein ammenmärchen.

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schimmlige zitronen im alessi-körbchen
Bild: martinko

das moderne glasgebäude neben einer schönen alten nur-dach-halle (liebe architekten, ich weiss dieser ausdruck ist nicht ganz korrekt...), die als velounterstand missbraucht wird, ist das domizil einer sage, die auch sonntags in betrieb ist.

diese wein-bar empfängt seine gäste mit fauligen zitronen im alessi-körbchen, einem verwelkten rosenstrauss auf der theke und vergilbten papierblumen. wir stiegen über hunde und zwängten uns an säufern vorbei zu den leeren barhocker. neben uns trocknete ein apfel im schlafrock langsam vor sich hin und die unfreundliche bardame machte dann auch noch die letzte hoffnung zunichte.

doch wir blieben, denn der hunger war grösser und wir orderten eine tomatensuppe. und siehe da, als wir sie kosteten erlebten wir die erste überraschung: sie war wirklich lecker. und da entdeckte ich verschiedene mystische brände, die man nicht allzu häufig antrifft; schöne flaschen die den geist von quitten, holunder, berner rosen und boskoop, brom- und himbeeren enthielten.

wir haben nicht gekostet, aber ich glaube, ich werde deswegen nochmals zurückkommen. aber bestimmt nicht an einem sonntag.

martinko

 

 


adresse/tel.
Lorrainestr. 15
3013 bern

Tel. 031 332 20 43

bewertung
essen
preis
service
ambiente


service
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