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PHBern feiert fünfjähriges Jubiläum
publiziert am 31.08.2010
Die vor fünf Jahren gegründete deutschsprachige Pädagogische Hochschule Bern (PHBern) hat sich etabliert: Sie hat ein attraktives Angebot für die Studierenden entwickelt und sich auf dem Schweizer Bildungsmarkt positioniert. Mit gut 2'000 Studierenden ist sie die grösste pädagogische Hochschule der Schweiz. Vor fünf Jahren, am 1.9.2005, nahm die deutschsprachige Pädagogische Hochschule Bern (PHBern) ihren Betrieb auf, nur ein Jahr nachdem der Grosse Rat das Gesetz über die Pädagogische Hochschule verabschiedet hatte. Nach fünf Jahren zogen die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz eine positive Bilanz: "Das Gesetz über die Pädagogische Hochschule gibt der PHBern den nötigen Handlungsspielraum, um für die Studierenden ein attraktives Angebot zu entwickeln und sich auf dem schweizerischen Bildungsmarkt zu behaupten", betonte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver.
In den ersten fünf Jahren ihres Bestehens hat die PHBern qualitativ hochstehende Grund- und Weiterbildungsangebote in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung aufgebaut, wie der Kanton mitteilt.
Seit ihrer Gründung verzeichnet die PHBern permanent rund 2'000 Studierende in den Studiengängen der vier Grundausbildungen Vorschulstufe und Primarstufe, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II sowie Heilpädagogik. Sie sei damit die grösste pädagogische Hochschule der Schweiz.
In den letzten fünf Jahren habe die PHBern total 3288 Lehrdiplome, Bachelor und Master, verliehen. Die PHBern bietet auch ein breites Spektrum an Weiterbildungen.
Jährlich besuchen rund 30'000 Personen die rund 3'000 Kurse und Weiterbildungsveranstaltungen. Der Leistungsauftrag des Kantons Bern an die PHBern legt für die kommenden vier Jahre die Entwicklungsschwerpunkte und die Ziele fest.
Mit dem neuen Universitätsgesetz erhält die PHBern mehr Handlungsspielraum, da sie eine eigene Rechnung führen, ihr Statut selber erlassen und Institute selber schaffen oder aufheben kann. Eine Herausforderung für die PHBern wird der sich in der ganzen Schweiz abzeichnende Lehrerinnen- und Lehrermangel sein.
Auch in Zukunft müssen die pädagogischen Hochschulen eine genügende Anzahl an geeigneten, kompetenten und engagierten Lehrpersonen ausbilden und sie darin unterstützen, ihren Beruf über lange Zeit hinweg auszuüben. Dabei muss der Praxisbezug in den Studiengängen einen hohen Stellenwert haben.
Der Umfang der berufspraktischen Ausbildung an der PHBern sei heute grösser als dies die Reglemente der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren verlangen und auch grösser als an den früheren Lehrerseminaren oder am ehemaligen Sekundarlehramt. Trotzdem habe die Erziehungsdirektion den Praxisbezug als neuen Entwicklungsschwerpunkt in den aktuellen Leistungsauftrag aufgenommen.
Die Umsetzung einer grösstmöglichen Verbindung von Theorie und Praxis erfolgt in der Lehre durch die Dozentinnen und Dozenten sowie die Praxislehrpersonen. Ihre Aufgabe sei es, bereits bei der Auswahl der Studieninhalte im Rahmen des Studienplans wie auch in den einzelnen Lehrveranstaltungen den Praxisbezug zu suchen und die Studierenden auch explizit darauf hinzuweisen.
Die PHBern wolle die Qualität ihrer Angebote in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Praxis und basierend auf Erkenntnissen der Forschung weiterentwickeln. Vorgesehen seien unter anderem die Anpassung der Fächerstruktur auf den Lehrplan 21 in den Studiengängen der Vorschul- und Primarschulstufe und der Sekundarstufe I.
Es sollen aber auch neue Formen von Praktika entwickelt werden. Schliesslich wolle die PHBern die erste Phase des Berufseinstiegs institutionell besser verankern, um möglichst vielen Lehrerinnen und Lehrern einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.
Dafür braucht es einen intensiven Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Bildungspolitik und mit der Erziehungsdirektion. Einen weiteren Meilenstein wird die PHBern im Sommer 2013 setzen, wenn sie das neue Institutsgebäude auf dem von Roll-Areal in Bern beziehen wird.
Im Neubau werden voraussichtlich die Institute Vorschul- und Primarstufe, Sekundarstufe I und II sowie Heilpädagogik untergebracht. Eng verbunden mit dem Bauprojekt sei die Überprüfung der Aufbau- und Ablauforganisation der PHBern.
Es geht darum, aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit der aktuellen Organisationsstruktur zu lernen und diese im Hinblick auf die räumliche Situation ab 2013 zu optimieren (pd/rue)
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