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Öffentliche Führungen in der Pauluskirche
publiziert am 06.09.2010
Am Samstag 11. September 2010 werden in der Stadt Bern, anlässlich des Europäischen Tag des Denkmals, öffentliche Führungen durch die Paulus-Kirche in der Länggasse angeboten. Die Denkmalpflege der Stadt Bern gewährt Einblicke in das architektonische Gesamtkonzept, die Zeit- und Baugeschichte sowie die kürzlich abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten im Innenraum. 
Blick in die Pauluskirche. (Bild: Mike Lehmann/zvg)
Die Paulus-Kirche gilt als ein Hauptwerk des schweizerischen Jugendstils und ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Das innovative Raumkonzept, das monumentale Fassadenrelief des Apostels Paulus und der markante Glockenturm bilden die architektonischen Schwerpunkte des 1902 bis 1905 von Architekt Karl Moser entworfenen Kirchenbaus.
Mit ihrem signifikanten Erscheinungsbild nimmt die Paulus-Kirche eine prägende Stellung im Ortsbild des Länggass-Quartiers ein, wie die Präsidialdirektion der Stadt Bern mitteilt.
Ihre durchgearbeitete Gestaltung macht sie zu einem Gesamtkunstwerk im Sinne des Jugendstils. 100 Jahre nach der Eröffnung wurden der denkmalgeschützten Paulus-Kirche – dank dem Neubau der Orgel – wesentliche Facetten ihres historischen Erscheinungsbildes zurückgegeben.
Mit viel Engagement und grossem Aufwand seitens der damit beauftragten Malerlehrlinge konnte nicht nur die Farbigkeit der Sänger- und Orgelempore wieder hergestellt, sondern auch die dekorative Gewölbemalerei freigelegt und teilweise rekonstruiert werden. Mit dem Einbau einer modernen Orgel mit der Intonation der deutsch-schweizerischen Spätromantik besitzt die Paulus-Kirche heute ein gestalterisch aussergewöhnliches Werk innerhalb der Schweizerischen Orgellandschaft.
Fachpersonen der städtischen Denkmalpflege bieten am Samstag 11.9.2010 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr Führungen durch die Paulus-Kirche an. Als besondere Attraktion wird jeder rund 45 Minuten dauernde Rundgang von einem musikalischen In-termezzo der Organistin Ursula Heim auf der neuen Metzler-Orgel abgeschlossen.
Die Führungen seien öffentlich und kostenlos. Die Zahl der Teilnehmenden sei grundsätzlich unbeschränkt, bei zu grossem Andrang muss jedoch unter Umständen eine spätere Führung abgewartet werden.
Zu beachten sei ferner, dass einzig der Hauptraum der Paulus-Kirche rollstuhlgängig ist. Am Europäischen Tag des Denkmals 2010 werden unter dem Motto „Am Lebensweg“ zahlreiche Baudenkmäler einem breiten Publikum näher gebracht.
So bieten Institutio-nen wie der Berner Heimatschutz, die Denkmalpflege des Kantons Bern oder die Ge-sellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte u.a. informative Veranstaltungen rund um Kulturgüter am Lebensweg.
Detaillierte Angaben zu den Veranstaltungen in der übrigen Schweiz finden sich auf www.hereinspaziert.ch. (pd/rue)
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