Bärengraben-Kaninchen werden zu Bärenfutter
publiziert am 02.09.2011
Seit Juni 2011 wurden im Grossen Bärengraben Kaninchen gehalten. Jetzt wird das Experiment abgebrochen. Dies nach zahlreichen Begehren, der Bärengraben sollte wieder bewohnt sein. Es müssten ja nicht gleich wieder Bären sein.
Die Wahl fiel auf Kaninchen, eine tagaktive Tierart, deren Wildform mit sandigem, trockenen Boden gut zurechtkommt, wie der Bärenpark mitteilt.
An frischem Grünzeug mangelte es den Tieren nicht, unsere Tierpfleger haben den Kaninchen täglich frisches Gras und Äste bereitgestellt. Auch Unterschlupfmöglichkeiten waren im Keil aus Sandsteinquadern ausreichend vorhanden - bloss das Graben von Höhlen blieb den Tierchen verwehrt.
Aufgrund zahlreicher Beschwerden vor Ort haben wir beschlossen, diesen Versuch abzubrechen. Ein Grund mehr waren die Krähen der Umgebung, die die jungen Kaninchen jagten und töteten, und dies vor den Augen der beobachtenden Kinder.
Da Kaninchen einen wesentlichen Teil unseres Raubtierfutters darstellen, dienten die Bärengraben-Kaninchen als Futter für die Bären im BärenPark, aber auch für die Bären und Katzen im Tierpark. Wer sich hiermit schwertut, möge sich vergegenwärtigen, dass der Bärenpark die Tiere aus einem Mastbetrieb übernommen haben.
Ohne unseren Kauf wären die Kaninchen nicht im Bärengraben, sondern bereits im Juni auf den Tellern gelandet. (pd/rue)
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