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Fiji
publiziert am 19.04.2010

Die Dominaz von Sängerin Simone de Lorenzi könnte einen erschrecken. Wer nicht davonrennt, kommt in den Genuss von Dancefloor-Elektro, wie man ihn aus einer echten Grossstadt erwarten würde.


Simone de Lorenzi (Bild: zvg)

Meine erste Begegnung mit Fiji liegt einige Jahre zurück und fand in Zürich statt. Das Trio trat als Vorband von irgendjemandem in der Männerbadi auf, aber bevor es so weit war, fiel die junge Dame auf, die sich ihre Brustwarzen mit Klebband abgeklebt hatte und ansonsten wenig trug, um ihre Reize zu verbergen.

Wenig vertrauenswürdig sahen auch die beiden Jungs Simon und Menk Schüttel aus, die Nummern zwei und drei im Trio. Die drei überzeichneten Charaktere könnten dem Film «A Fish Called Wanda» entsprungen sein.

Die Musik hingegen nicht. Fachzeitschriften nennen die Berner «Synthiepopper», was den Stil wohl recht gut trifft.

Die Band hat einen langen Weg hinter sich, zu dem auch glorreiche Niederlagen an Veranstaltungen wie dem Acoustic Song Contest im Zürcher Oberland 2005 gehören. Der Durchhaltewille hat aber die Band heute an einen Punkt gebracht, wo sie ihre Aufnahmen mit Duran-Duran-Mann Ian Little produzieren, die Ideen aber anschliessend verwerfen und den eigenen Stil beibehalten.

Den eigentlichen Erfolg der Band macht aus, dass sie kennt, ohne dass sie dauernd am Radio gespielt würde. Und das spricht doch für Eigenständigkeit ohne Kompromisse – in der Musik wie auf im Auftreten.

(rue)

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