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fugu
publiziert am ..

das aquarium besteht aus zwei stockwerken. oben essen, unten trinken. ich kenne nur unten, wo wir 4 plätze an der bar finden oder uns an 3 tête-à-tête tischchen setzen können. ich will's gleich vorweg nehmen: hier fühlt man sich wohl, wie der fisch im wasser.


wellen im fugubecken (Bild: martinko)

es gibt zwar japanische kost, aber fugu-fleisch gibt es nicht. so wie es eben im löwen oder bären (obwohl man früher genau hier bärenfleisch zubereitet hat...) keine entercôtes von den namenspatronen gibt. oder im gut gelaunt auch keine gute laune verströmt wird...

aber man erfährt dennoch viel über den kugelfisch (tetraodontidae), vorallem über sein gift, tetrodotoxin (ja, ich hab rechiert...), welches als strichzeichnung an einer wand prangt. überall sind dann auch noch definitionen über die verschiedenen vergiftungsstadien angegeben. diese ironie kann man sich nur leisten, wenn alles stimmt und es einem nach dem besuch eben nicht übel wird. im neals würden dieselben beschreibungen als realsatire oder warnung stehen.

nicht nur der name ist exotisch, sondern auch einige flaschen im regal. so stach mir zum beispiel bombay gin ins auge. konservativ blieb ich beim bier; ich trank ein -für bern auch beinahe exotisch- thurgauer ittinger vom fass. da frag ich mich dann schon, wer sich noch mit heineken (aka. "grachtenpfütze") begnügt...denn auch der preis von 4 franken pro stange (ittinger) ist - weiss der zürcher - enorm niedrig.

gegessen hab ich nur das knabberzeug und zwar nicht zu kanpp. aber, man sagt, das pouletbrust-sandwich mit senfsauce sei der hammer. man könne es kaum essen (technisch gesehen), doch kriegte man denn einen bissen in den mund, sei's ein erlebnis. erinnert mich irgendwie an die fugu-story: stirbt man nicht beim verzehr, esse man wie buddha in japan.

das wäre dann eigentlich auch schlüssig mit den anderen bewertungskriterien: ausgezeichnete bedienung, gemütliche atmosphäre, faire preis/leistung... (martinko)

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Es hat bisher 1 kommentare zu diesem Beitrag.

23.05.2004

ste

Ich ging da mit einer Kollegin hin, um ihr das damals neu entdeckte Fugu zu zeigen, weil ich vom Interieur und vom Publikum angetan war. Da kamen wir, unangemeldet, rein und mussten gestehen, dass wir zwar essen wollten, aber nicht reserviert hatten. Also bot uns der überfreundlich grinsende Kellner nach einem belehrenden Exkurs über die eines der kleinen Bar-Tischchen neben der Bar an. Gut. Zu zweit war es da schon etwas eng. Wir wussten nicht genau, ob wir essen wollten oder nicht. Unterdessen mussten drei andere Pärchen abgewimmelt werden, weil sie nicht reserviert hatten, und mir schien, als sässen wir dort eindeutig im Weg. Mit verging der Appetit. Ok, mein Fehler, dass wir nicht reserviert hatten. Als ich ihm dann sagte, dass ich nichts essen würde und meine Kollegin sich noch nicht entschlossen hätte, wurde er ungeduldig und knallte uns die zuvor bestellten Stangen Bier auf das Tischchen hin. Ich hatte es mir mit ihm verspielt ... Seine Trotzlaune, ein halb gekränkter ich-bin-so-hip-dass-ich-hier-arbeite-Kellnerstolz und halb kindisches Getue, ging mir dann ziemlich auf den Sack. Meiner Kollegin übrigens auch. Das Fugu ist cool, mit wirklich ansprechendem Interieur, die Preise sind ok, Auswahl etc alles ok, aber die (eine) Bedienung lässt zu Wünschen übrig. Zum essen unbedingt reservieren!

 

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