Letzte Arbeiten

Umbau des Stadttheaters kurz vor der Vollendung

publiziert am 26.09.2017


Nach vier Jahren Bauzeit konnte die Sanierung des Stadttheaters Bern grösstenteils abgeschlossen werden. Eine der grossen Neuerungen im Publikumsbereich ist die Mansarde im dritten Obergeschoss, die als multifunktionaler Raum genutzt werden kann.

Die Umbauarbeiten der letzten Bauphase der Gesamtsanierung des Stadttheaters fanden mehrheitlich im Backstage-Bereich statt. So wurden im dritten und vierten Untergeschoss des Gebäudes, im sogenannten Schüttetrakt, nebst allgemeinen Renovierungsarbeiten der Chor- und der Ballettsaal abgetauscht.

Der Chorsaal wurde zusätzlich akustisch und funktional aufgewertet, wie die Präsidialdirektion der Stadt Bern schildert.

Im gesamten Gebäudeteil wurden die Fenster saniert, die Fassade wärmegedämmt und die Decken inklusive der Beleuchtung erneuert. Auch die haustechnischen Anlagen in den Bereichen Lüftung, Elektro und Heizung wurden umfangreich erneuert.

Im Bühnenbereich konnte, nebst Restarbeiten aus der dritten Sanierungsetappe, das sogenannte Konzertzimmer realisiert werden. Dabei handelt es sich um einen mobilen räumlichen Bühnenaufbau für den Konzertbetrieb.

Das Konzertzimmer verbessert die Akustik und ermöglicht ein optimales Klangerlebnis im Zuschauerbereich. Das Konzertzimmer wurde von der Burgergemeinde Bern finanziert.

Im Bereich der Produktionsund Bühnenanlagen erfolgten Restarbeiten und Optimierungen an der Bestuhlung, die sich aus dem Betrieb der vergangenen Spielzeit ergeben haben. Der Aufenthaltsbereich für die Mitarbeitenden befindet sich neu im dritten Untergeschoss und bietet über eine grossflächige Fensterfront einen freien Blick auf den gegenüberliegenden Aarehang.

Zusammen mit einer vorgelagerten Terrasse stellt dies eine wesentliche Verbesserung für die Mitarbeitenden dar. Der frühere Pausenbereich befand sich im vierten Untergeschoss und verfügte über wenig Tageslicht.

Zusätzlich wurde die Küche im vierten Untergeschoss komplett erneuert. Die neue Produktionskü- che dient der Bereitstellung von Speisen für Apéros oder Bankette und werde später auch das Theatercafé versorgen.

Einen wesentlichen Bestandteil dieser abschliessenden Bauphase bildete der Umbau der sogenannten Mansarde im dritten Rang. Mit den neusten technischen Einrichtungen ausgestattet, ermöglicht dieser multifunktionale Raum vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

So kann er als zusätzliche Spielstätte eingesetzt werden, eignet sich aber auch für Lesungen oder private Anlässe. Entsprechend wurde der Raum mit der notwendigen Theatertechnik wie Leuchten und Audio- und Videoanlagen ausgestattet.

Für eine optimale Akustik sorgt eine weiche Polsterung der Wände. Ein sorgfältiges Farbkonzept stellt die Farbechtheit der Beleuchtung sicher.

Die geplanten Arbeiten der vierten Bauetappe konnten zu einem grossen Teil in der verlängerten viermonatigen Spielpause erfolgen und werden Ende September abgeschlossen sein. Das Stadttheater wurde am 9. September mit dem Theaterfest wiedereröffnet. Die Kosten für die Arbeiten in dieser Bauphase belaufen sich auf rund zehn Millionen Franken.

Der Baukredit konnte eingehalten werden. Mit dem Ausbau des Theatercafés im Gebäude der alten Kornhauspost solle noch in diesem Jahr begonnen werden.

Die Eröffnung sei auf Sommer 2018 vorgesehen. Wie bereits zum Zeitpunkt der Kreditgenehmigung Ende 2013 feststand, waren das Bühnenhinterhaus mit den Künstlergarderoben, der Empfang und die dortigen Arbeitsräume aus Kostengründen nicht Teil dieser Sanierung.

Dort werden mit dem jährlichen Unterhalt in den kommenden Jahren jeweils weitere Baumassnahmen umzusetzen sein. pd

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