29 festgenommen

Polizei verhindert unbewilligte Demo

publiziert am 07.10.2017


Infolge nationaler Aufrufe zu einer unbewilligten Kundgebung stand die Kantonspolizei Bern am Freitagabend in der Stadt Bern im Einsatz. 29 Personen wurden bei gezielten Personenkontrollen angehalten und für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht.

Für Freitag, 6. Oktober 2017, war von verschiedenen Kreisen zu einer unbewilligten Antifa-Kundgebung in der Berner Innenstadt aufgerufen worden, wie die Berner Kantonspolizei meldet.

Die Berner Stadtbehörden haben gestützt auf die Beurteilung der Sicherheitslage sowie mit Blick auf Sachbeschädigungen anlässlich von früheren Antifa-Kundgebungen entschieden, die Demonstration nicht zu tolerieren. Dennoch zogen am Freitagabend zahlreiche Personen, darunter auch aus anderen Kantonen, an den in den Aufrufen genannten Örtlichkeiten zu.

Die Kantonspolizei Bern war, unterstützt von Einsatzkräften aus anderen Korps des Polizeikonkordats Nordwestschweiz, frühzeitig mit einem sichtbaren Grossaufgebot präsent. Gestützt auf den Auftrag der Stadtbehörde, unbewilligte Kungebungen zu verhindern, fanden bereits im Vorfeld gezielte Personenkontrollen statt.

Zugleich wurden Personengruppen mittels polizeilichen Lautsprecherdurchsagen auf die geltenden Weisungen aufmerksam gemacht und aufgefordert, die Örtlichkeiten zu verlassen. Insgesamt 29 Personen wurden für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht.

Dabei stellten die Einsatzkräfte teilweise Vermummungs- und Demonstrationsmaterial sowie insgesamt über ein Dutzend Pfeffersprays sicher. Bis auf eine Person, welche zur Verhaftung ausgeschrieben war, wurden sämtliche Personen im Verlaufe der Nacht wieder entlassen.

Grössere Umzüge an immer wieder wechselnden Standorten wurden verhindert. Eine kleinere Demo wurde von den Polizeikräften in Richtung Schützenmatte eng begleitet.

Diese hatte sich gegen 2030 Uhr unvermittelt und aus verschiedenen kleineren Personengruppen im Bereich des Baldachins am Bahnhof Bern formiert. Aus dem Umzug wurde Pyrotechnika abgefeuert, zu Sachbeschädigungen kam es aber nicht.

Eine grössere Demonstration konnte durch den Polizeieinsatz verhindert werden. pd

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