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Papillon: Gemeinde gibt Land im Baurecht ab

2019-01-22 08:32:04
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Quelle: Gemeinde Köniz

Im Ried Ost bei Niederwangen werden in Etappen über 1000 Wohnungen für 2500 Menschen gebaut, wie die Gemeinde Köniz mitteilt.

Die Gemeinde Köniz sei mit rund 25‘000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche am Baufeld F, einem der „Flügel“ der Wohnüberbauung Papillon direkt beteiligt. Die Gemeinde beabsichtigt, das Land im Baurecht an die Immobiliengesellschaft Mobimo abzugeben.

Das Baurecht solle mit Auflagen bezüglich Nachhaltigkeit und gemeinnützigem Wohnungsbau verbunden werden.Der Gemeinderat beantragt beim Parlament, das Land für 100 Jahre im Baurecht abzugeben. Auf dem Grundstück sollen zu je einem Drittel Mietwohnungen zu Marktkonditionen, gemeinnütziger Wohnungsbau mit Kostenmiete sowie Stockwerkeigentum entstehen.

Die Gemeinde habe für das Terrain einen Baurechtszins von rund 657‘000 Franken pro Jahr ausgehandelt. Der Baurechtszins setzt ein Gegengewicht zu den finanziellen Lasten, welche die Gemeinde im Ried tragen muss.

Dazu gehören der Bau eines neuen Schulhauses mit Turnhalle und Sportplatz, ein Anteil am Gemeinschaftszentrum sowie erhebliche Infrastrukturkosten. Durch die verschiedenen Wohnformen solle ein attraktives Wohnangebot für unterschiedliche Bevölkerungsschichten entstehen.

Wie der Gemeinderat vor den Medien darlegte, werden im Ried in verschiedener Hinsicht neue Massstäbe gesetzt. So sei geplant, dass das Baufeld F nachhaltig nach den Regeln der 2000-Watt-Gesellschaft und als Plusenergie-Quartier überbaut wird.

Ein 2000-Watt-Areal zeichnet Siedlungen aus, die sich für den Klimaschutz einsetzen und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen vorweisen, sowohl beim Bau wie auch beim Betrieb der Wohnungen. In einem Plusenergie-Quartier werde jährlich mehr Energie erzeugt, als es für das Raumklima, das Warmwasser und den Strombedarf braucht.Im Ried sieht der Gemeinderat auch eine Chance, den Bau von preisgünstigen Mietwohnungen zu fördern.

Im Jahr 2017 genehmigten die Stimmberechtigten von Köniz eine Änderung des Baureglements, welche die Abgabe von Grundstücken im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger für den preisgünstigen Wohnungsbau in Kostenmiete vorsieht. Die Bestimmung sei wegen einer Beschwerde noch nicht in Kraft, könne im Ried aber freiwillig umgesetzt werden.

Die Kostenmiete sei tiefer als die Marktmiete und bedeutet, dass für die Kalkulation nur die anrechenbaren Liegenschaftskosten verwendet werden.Der Baubeginn sei Ende 2021 geplant, mit dem Bezug der ersten Wohnungen werde ab Mitte 2023 gerechnet. Klar ist, dass die Bebauung gemäss dem Projekt „Pfyfauter“ der Bob Gysin + Partner AG Architekten erfolgen wird.

Das Zürcher Büro gewann 2017 zusammen mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH den Projektwettbewerb..

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