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Schutz für verfolgte Autorinnen und Autoren

2019-02-01 17:02:26
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Quelle: Stadt Bern

Die Stadt Bern ist auf Anfang 2019 der Non-Profit-Organisation «International Cities of Refuge Network (ICORN)» beigetreten, wie die Stadt Bern schildert.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschschweizer Pen Zentrum ermöglicht sie so den vorübergehenden Aufenthalt von jeweils einem im Ausland verfolgten Autor oder einer Autorin in der Hauptstadt. Der erste ICORN-Stipendiat sei Mitte Januar in Bern angekommen.Die Stadt Bern sei dem Netzwerk ICORN für eine erstmalige Periode von vier Jahren beigetreten.

Den Verpflichtungskredit für die Finanzierung der Mitgliedschaft von 12\\\\\\\'000 Franken habe der Gemeinderat bereits im Juni 2018 bewilligt. Die Unterbringung und die Kosten für den Lebensunterhalt der Stipendiaten werden durch das Deutschschweizer Pen Zentrum sichergestellt.

Die Stadt Bern habe die Vereinbarungen mit sowohl ICORN und dem Deutschschweizer Pen Zentrum nun unterzeichnet.Bereits am 15. Januar 2019 sei der erste ICORN-Stipendiat in Bern angekommen. Nach Gepflogenheit von ICORN werde über die jeweilige Einreise der Gäste erst informiert, sobald sie sicher im Gastland eingetroffen sind.

Der 1986 geborene Firas Shamsan stammt aus Jemen. Er sei Autor, Journalist, Blogger und Fotograf.

In der Vergangenheit habe er sich auch als Aktivist für unterschiedliche soziale Themen eingesetzt, so zum Beispiel in Kampagnen gegen Extremismus, Gewalt und sexuelle Belästigung. Firas Shamsan verliess den Jemen bereits vor drei Jahren, lebte dann in Jordanien und zuletzt in Kuala Lumpur.ICORN wurde 2006 in Stavanger, Norwegen, gegründet.

Mittlerweile seien 60 vorderhand europäische Städte und Regionen Mitglied dieses unabhängigen Netzwerkes. Ziel der Organisation ist, ausländischen Autorinnen und Autoren sowie Künstlerinnen und Künstlern Schutz vor Verfolgung zu bieten und die Meinungsfreiheit zu fördern.

Konkret funktioniert dies so: Die betroffenen Personen stellen einen Antrag an das Netzwerk ICORN, das diesen prüft. Anschliessend werde eine Auswahl von angenommenen Dossiers an die Mitglieder übermittelt.

Es sei dann an den Mitgliedern, einen Autor oder eine Autorin auszuwählen und sie verbindlich einzuladen.Das Netzwerk ICORN finanziert sich über Mitgliederbeiträge, private Spenden, Beiträge von Stiftungen und staatliche Fördermittel. Zwei Drittel der Mitgliedstädte von ICORN befinden sich in Norwegen, Schweden, Dänemark und Island.

Weitere Mitglieder seien unter anderen Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Mexiko-Stadt und Pittsburgh. «Wir haben das Glück, in einer wunderschönen Stadt, in einem politisch stabilen, freiheitlichen und wohlhabenden Land zu leben.

Die Stadt Bern unterstützt sehr gerne eine Organisation, die sich für Menschen engagiert, die sich trotz schwierigsten Umständen für dieselben Werte in ihrer Heimat einsetzen», kommentiert Stadtpräsident Alec von Graffenried den Beitritt zu ICORN und freut sich, Firas Shamsan bald persönlich im Erlacherhof begrüssen zu dürfen..

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