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Entwicklung Gaswerkareal: Der Gaskessel bleibt

2019-02-05 09:32:27
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Quelle: Stadt Bern

Der partizipative Prozess mit dem Jugendzentrum Gaskessel ist abgeschlossen, wie die Stadt Bern schreibt.

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse habe der Gemeinderat beschlossen, den Gaskessel am bisherigen Standort zu belassen. Das Gaswerkareal solle zum urbanen Aarequartier entwickelt werden.Ende 2016 habe der Gemeinderat beschlossen, gemeinsam mit dem Verein Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel einen partizipativen Prozess zur Klärung und Sicherung des zukünftigen Standorts des Gaskessels durchzuführen.

Ende 2018 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden. Der Schlussbericht mit Empfehlungen liegt nun vor.In einem «Letter of Intent» wurde im August 2016 mit den Jugendlichen vom Gaskessel vereinbart, mehrere Standorte innerhalb des Gaswerkareals für den Gaskessel zu prüfen.

Dabei waren die Erfüllung des Leistungsvertrags und die Sicherstellung des heute funktionierenden Betriebs die Grundvoraussetzung. Im partizipativen Verfahren wurden sodann die Grenzen des Lösungsansatzes, den Gaskessel auf dem Areal zu verschieben, aufgezeigt.

Es wurde festgestellt, dass alternativ geprüfte Standorte bezüglich Lärm und einer möglichst konfliktfreien Nachbarschaft ähnlich anspruchsvoll wären. Zudem seien die Verantwortlichen des Jugendzentrums Gaskessel überzeugt, dass die über Jahre etablierte Identität des Gaskessels an einem anderen Ort verloren gehen würde.

Die Hauptempfehlung an den Gemeinderat lautete deshalb, den Gaskessel am bestehenden Standort zu belassen. Durch planerische, bauliche und betriebliche Massnahmen wie die geschickte Anordnung zukünftiger Nutzungen sollen mögliche Konflikte, insbesondere aufgrund von Lärmemissionen, vermieden werden.Der Gemeinderat sei dieser Empfehlung gefolgt.

Dieser Entscheid bietet die Möglichkeit, die Partizipation mit den Jugendlichen des Gaskessels weiterzuführen. Der Gaskessel werde damit an seinem heutigen Standort saniert werden müssen.Der Gemeinderat will auf dem Gaswerkaral eine urbane Überbauung mit einem wesentlichen Wohnanteil realisieren.

Aus der Industriebrache solle ein pulsierendes Quartier mit Wohnflächen, Flächen für Gewerbe und Kultur sowie öffentlichem Freiraum entstehen. Die vorhandenen Naturwerte auf dem Areal werden durch ökologische Ausgleichsflächen ersetzt.Im Januar 2018 habe der Stadtrat 14 Planungserklärungen zur Entwicklung des Gaswerkareals verabschiedet.

Der Stadtrat habe sich dabei insbesondere zu den Themen Gaskessel, Mobilität, Art und Mass der Nutzung sowie zu den Eckwerten für den Kauf des Areals geäussert. Zeitgleich zum partizipativen Prozess sei eine erste Nutzungsüberprüfung durchgeführt worden, um aufzuzeigen, ob die weitere Entwicklung des Gaswerkareals im Einklang mit den Planungserklärungen erfolgen kann.

Trotz Verbleib des Gaskessels am heutigen Standort solle es beispielsweise möglich sein, die vom Stadtrat geforderte Erhöhung des Nutzungsmasses zu realisieren; in welchem Mass sei jedoch noch offen.Basierend auf den Resultaten der bisherigen Arbeiten sowie dem Standortentscheid zum Gaskessel werden ab Februar 2019 in einer Synthesephase die Eckwerte für Art und Mass der Nutzung sowie die Rahmenbedingungen für das Planungsinstrument und die qualitätssichernden Verfahren festgelegt. Ergänzend dazu werden die Areal- und Wohnstrategie sowie die Mobilitätsstrategie erarbeitet.

Im Synthesebericht werde auch aufzuzeigen sein, welche wirtschaftlichen Konsequenzen der Standortentscheid aufgrund des angepassten Nutzungsmixes mit grösserem Gewerbeanteil haben wird..

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