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Velostrassen: Bern fordert die definitive Einführung

2019-02-05 09:32:27
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Quelle: Stadt Bern

Velostrassen bieten rasche und komfortable Veloverbindungen abseits von Hauptstrassen, wie die Stadt Bern mitteilt.

Dies, weil Velofahrende auf einer Velostrasse gegenüber den einmündenden Quartierstrassen Vortritt haben. Um die Wirkung des neuen Verkehrsregimes beurteilen zu können, haben fünf Schweizer Städte zusammen mit dem (ASTRA) 2016 und 2017 Pilotversuche durchgeführt.

In Bern wurden Velostrassen auf der Beundenfeld-/Militärstrasse sowie der Erlach-/Freiestrasse getestet. Neben Bern beteiligten sich die Städte Luzern, Basel, Zürich und Sankt Gallen am Projekt.

Seit Anfang Januar liegt der Schlussbericht des ASTRA vor. Die Stadt Bern nimmt dies nun zum Anlass, den Bund aufzufordern, Velostrassen definitiv einzuführen.

Die anderen Pilotstädte bekräftigen in heute veröffentlichten Medienmitteilungen ebenfalls ihre positiven Erfahrungen mit den Velostrassen.Basis für den Schlussbericht des ASTRA waren Messungen des Verkehrsaufkommens sowie Befragungen der Verkehrsteilnehmenden. Der Bericht zeigt eine hohe Akzeptanz der Velostrassen und eine deutliche Zunahme des Veloverkehrs.

Die Resultate bestätigen damit die positiven Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern. Es konnte mehr Komfort für den Veloverkehr erzielt werden, ohne dass es bei den anderen Verkehrsteilnehmenden zu nennenswerten Einschränkungen gekommen wäre.

Das Unfallgeschehen auf den Pilotstrecken war unauffällig. Trotz dieser grundsätzlich positiven Ergebnisse will das ASTRA die Velostrassen noch nicht definitiv einführen.

Gemäss Schlussbericht erlauben die tiefen Fallzahlen und die kurze Laufzeit der Versuche noch keine Aufnahme in die laufende Verordnungsrevision. Das ASTRA werde daher die Ergebnisse mit den Fachverbänden diskutieren.

Gestützt darauf werde über das weitere Vorgehen entschieden. Bis zum definitiven Entscheid dürfen die Pilotstrecken in Betrieb bleiben.

Die Stadt Bern werde denn auch ihre beiden Velostrassen weiterführen.Dass das ASTRA noch keinen eindeutigen Schluss zur Zweckmässigkeit von Velostrassen ziehen kann, sei für die Pilotstädte nicht verwunderlich, da die Pilotstrecken vorerst nur mit einfachen Mitteln umgestaltet wurden. Zudem wurde die Zeitersparnis für die Velofahrenden nicht untersucht.

Diese resultiert aus der Vortrittsberechtigung, so dass nicht mehr an jeder Kreuzung angehalten werden muss.Die Pilotstädte seien von den Velostrassen überzeugt. Sie erachten es als zentral, dass sie auf Bundesebene verankert werden.

Insbesondere mit Blick auf den «Bundesbeschluss Velo», den die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Ende September 2018 sehr deutlich angenommen haben, finden die Städte es wichtig, die Veloförderung voranzutreiben. Die Stadt Bern habe - zusammen mit anderen Pilotstädten -  in der Vernehmlassung zur Änderung der Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften die Aufnahme eines neuen Artikels zur Signalisation von Velostrassen gefordert.Auf den beiden Berner Velostrassen habe im Untersuchungszeitraum der Veloverkehr zugenommen und der motorisierte Verkehr abgenommen.

Die Zunahme des Veloverkehrs lag dabei über der gesamtstädtischen Entwicklung. Die Befragungen zeigten zudem, dass die Attraktivität der Strecken für den Veloverkehr gesteigert werden konnte, während sich die Beurteilung durch Autofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger nicht wesentlich änderte.

Von den Anwohnenden sprechen sich rund 75 Prozent der Befragten grundsätzlich positiv zum neuen Regime aus..

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