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Spezialisierte mobile Palliativdienste - Kommission unterstützt Kredit für dreijährigen Modellversuch

2019-02-12 07:32:03
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Quelle: Kanton Bern

Die Gesundheits- und Sozialkommission (GSoK) empfiehlt dem Grossen Rat einstimmig, den Kredit von knapp 11 Millionen Franken für einen Modellversuch mit spezialisierten mobilen Palliativdiensten anzunehmen, wie der Kanton Bern schildert.

Der Bedarf zur Förderung solcher Teams sei für die Kommission angesichts der demographischen Entwicklung und der Zunahme der Zahl von Patientinnen und Patienten mit unheilbaren und lebensbedrohlichen Krankheiten gegeben. Ein drei Jahre dauernder Modellversuch solle die Grundlagen für den Entscheid liefern, ob im Kanton Bern spezialisierte mobile Palliativdienste flächendeckend eingeführt werden sollen.

Die GSoK unterstützt das Vorhaben und den erforderlichen Kredit von knapp 11 Millionen Franken einhellig. Die Teams für die spezialisierte mobile Palliativversorgung setzen sich aus ärztlichen und pflegerischen Fachpersonen zusammen, die mit Fachleuten aus dem psychosozialen Bereich zusammenarbeiten.

Sie werden hauptsächlich die Hausärztinnen und Hausärzte oder Spitex-Dienste beraten und unterstützen. Sie sollen dazu beitragen, dass die betroffenen Patientinnen und Patienten eine ihrer Situation und möglichst ihrem Wunsch entsprechende Behandlung, Pflege, Betreuung und Begleitung erhalten.Für die GSoK sei eine enge und kritische Begleitung des Modellversuchs durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion wichtig.

Nur so könne sichergestellt werden, dass tatsächlich bestehende Bedürfnisse nach Beratung und Unterstützung, Koordinationsleistungen oder Angebote für die Weiterbildung unterstützt werden. Damit solle vermieden werden, dass künstliche Bedürfnisse geschaffen oder eine übermässige Bürokratie aufgebaut und finanziert werden.

Der Kommission sei auch die geplante Evaluation des Modellversuchs wichtig: Für die Patientinnen und Patienten solle nicht nur die Betreuung besser werden, sondern auch die Anzahl der Einweisungen in ein Akutspital gesenkt und eine frühere Entlassung aus dem Akutspital ermöglicht werden. Auf diese Weise könnten Kosten gesenkt werden.Der dreijährige Modellversuch stützt sich auf die nationale Strategie Palliative Care und auf ein kantonales Konzept.

Zudem setzt er Forderungen aus dem Grossen Rat um und sei somit auch politisch legitimiert. Die GSoK begrüsst es, dass sich bereits im Bereich der Palliativversorgung tätige Institutionen und Organisationen im Rahmen des Modellversuchs vernetzen und zusammenarbeiten.

Die Kommission hofft, dass es gelingen wird, den Modellversuch in der zweiten Hälfte 2019 flächendeckend zu starten..

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