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Bahnhof Bern: Verkehrsmassnahmen gehen in die Mitwirkung

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    Bahnhof Bern: Verkehrsmassnahmen gehen in die Mitwirkung (Bild: Stadt Bern)
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2019-02-19 12:02:27
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Quelle: Stadt Bern

Als Teil des Gesamtprojekts Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) bauen die SBB bis 2025 zwei neue Bahnhofzugänge: den Zugang Bubenberg und den Zugang Länggasse, wie die Stadt Bern schreibt.

Als Folge davon werden die Passantenströme insbesondere im Bereich Bubenbergplatz stark zunehmen. Um diese neue Situation bewältigen zu können, muss die Stadt Bern den Verkehr im Bahnhofumfeld anders organisieren und eine neue Personenpassage zum Hirschengraben realisieren.

Weiter werde als Option eine Velostation unter dem Hirschengraben projektiert. Heute beginnt die öffentliche Mitwirkung zu diesen Massnahmen.Schon heute platzt der Bahnhof Bern aus allen Nähten, und in Zukunft werde er noch von mehr Menschen genutzt: Prognosen zeigen, dass die Zahl der täglich ein- und aussteigenden Bahnfahrgäste von rund 270’000 (Stand 2016) auf 375’000 (2030) anwachsen wird.

Um dieses Wachstum aufzufangen, haben SBB, RBS, Kanton und Stadt Bern sowie weitere Planungspartner das Projekt Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) gestartet: Bis 2025 werden u.a. ein neuer RBS-Bahnhof sowie eine zusätzliche Personenunterführung realisiert.

Zudem entstehen zwei neue Bahnhofzugänge: der Zugang Bubenberg (beim Bubenbergzentrum) und der Zugang Länggasse (im Bereich Grosse Schanze/Schanzenbrücke).Durch den Bau der neuen Personenunterführung werde der Zugang Bubenberg zum zweiten vollwertigen Hauptzugang; ab 2025 werde ihn rund die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofs passieren. In der Abendspitze werden so über 16’000 Personen pro Stunde den Bubenbergplatz queren.

Diese massiv wachsenden Passantenströme bedingen, dass die Stadt Bern den Verkehr im Bereich Bubenbergplatz und im weiteren Bahnhofumfeld neu organisiert. Die Verkehrsmassnahmen umfassen folgende Eckpunkte: Die grossen Passantenströme beim Zugang Bubenberg seien mit den oberirdischen Übergängen allein nicht mehr zu bewältigen.

Deshalb solle eine unterirdische Personenpassage realisiert werden, welche den Bahnhof und den Hirschengraben verbindet. Die neue Passage erfordert eine Neugestaltung des gesamten Hirschengrabens: Die Platzoberfläche solle neugestaltet, die Bäume sollen neu gepflanzt und leicht versetzt werden.

Zudem bedingt der Aufgang der Passage eine Verschiebung des Denkmals Adrian von Bubenberg: Vorgesehen ist, das Denkmal neu in die Mitte des Hirschengrabens zu platzieren. Als Option werde zudem eine mit der Passage verbundene neue Velostation Hirschengraben projektiert.

Damit das Verkehrssystem im Bereich Bubenbergplatz und im weiteren Bahnhofumfeld funktionsfähig bleibt, muss der private motorisierte Individualverkehr auf dem Bahnhof- und Bunbenbergplatz mindestens halbiert werden. Weiter werde der Verkehr im Bahnhofumfeld teilweise neu gelenkt und dosiert sowie das Länggassquartier vor Mehrverkehr zusätzlich geschützt.

Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr auszubauen und für den Fuss- und Veloverkehr attraktive Bedingungen schaffen zu können. Schliesslich werde der gesamte öffentliche Raum im Bahnhofumfeld barrierefrei ausgestaltet.Parallel zur Mitwirkung werde zurzeit im Auftrag des Stadtrats ein Konzept für einen autofreien Bahnhofplatz erarbeitet.

Der Stadtrat erwartet die Ergebnisse zusammen mit dem Realisierungskredit für die nun aufgelegten Verkehrsmassnahmen. Diese gehen nicht von einem autofreien Bahnhofplatz aus; ein solcher wäre jedoch ohne grundlegende bauliche Anpassungen der nun aufgelegten Verkehrsanlage möglich.Die neue Personenpassage Hirschengraben bietet die Chance, direkt daran anschliessend eine neue, zweigeschossige Velostation mit bis zu 3’000 Abstellplätzen unter dem Hirschengraben zu realisieren.

Das Bedürfnis nach Veloabstellplätzen im Bahnhofumfeld sei gross. Das heutige Provisorium mit den Veloabstellplätzen im Hirschengraben könnte aufgehoben werden.

Angesichts der damit verbundenen Eingriffe in die Substanz des geschützten Hirschengrabens gibt es allerdings starke Bedenken der zuständigen Bundesstellen: zum einen wegen der archäologischen Strukturen im Boden – in diesem Bereich verläuft die alte Befestigungsmauer des Hirschengrabens –, zum andern, weil die Unterhöhlung des Platzes die Authentizität der Gesamtanlage untergraben würde. «Wir klären momentan ab, ob es für die unterirdische Velostation alternative Standorte südlich des Bubenbergplatzes gibt.

Falls aber der Standort unter dem Hirschengraben der einzig mögliche ist, hoffen wir, mit diesem Nachweis gute Argumente zu haben», erklärte Stadtingenieur Reto Zurbuchen. eingesehen werden. Die Mitwirkungsfragebogen liegen in der «Baustelle» auf oder können online über die erwähnte Webseite ausgefüllt werden.

Zu folgenden Zeiten stehen Fachleute in der «Baustelle» für ergänzende Auskünfte zur Verfügung:.

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