Regional

Eingemeindung von Vorortsgemeinden

2019-03-26 16:32:03
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Quelle: Stadt Bern

Während sich die Kantonsregierung und einzelne finanzschwache Gemeinden wie Bremgarten und Ostermundigen für eine rasche Eingemeindung aussprachen, wehrten sich die Stadt sowie reiche Gemeinden wie Muri und Köniz vehement gegen eine Vereinigung, wie die Stadt Bern schildert.

Trotzdem fordert der Kanton den Berner Gemeinderat 1919 ultimativ dazu auf, die Fusionsverhandlungen rasch durchzuführen. Da die auf den 1. Januar 1919 vollzogene Eingemeindung von Bümpliz deutlich höhere Kosten verursacht hatte als geplant, wollte der Gemeinderat einer «einseitigen» Vereinigung mit Bremgarten und Ostermundigen nur zustimmen, falls sich auch Muri oder Köniz daran beteiligten.

Zwischen 1922 und 1924 kam es deshalb zum Streit mit dem Regierungsrat, der dem Gemeinderat die Leistung finanzieller Entschädigungen androhte, falls sich dieser der Eingemeindung weiterhin widersetzen sollte.Zu einer Entspannung der Situation kam es erst mit der Schaffung einer ausserparlamentarischen Kommission im Jahr 1925. Diese habe neben der Frage der Eingemeindung erstmals auch alternative Vorschläge wie die Konstituierung von Gemeindeverbänden zu prüfen. Nachdem die Kantonsregierung den Gemeinderat 1939 noch einmal dazu aufgefordert hatte, die Vereinigung mit Bremgarten endlich umzusetzen, kam es im Stadtrat wie im Grossen Rat zu einem allmählichen Gesinnungswandel: Nicht mehr die Fusion der Nachbargemeinden zu einem «Gross Bern», sondern der Zusammenschluss in Zweckverbänden und Regionalplanungsgruppen sollten die gewünschten Verbesserungen in der Zusammenarbeit der Stadt mit den angrenzenden Vorortsgemeinden bewirken.

Es dauerte jedoch noch bis 1950, bis der Grosse Rat das Eingemeindungsverfahren mit Bremgarten und ein Jahr später auch mit Ostermundigen endgültig sistierte..

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