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Finanzierungslücken in der Altersbetreuung schliessen

2019-03-28 11:32:22
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Quelle: Stadt Bern

Der Gemeinderat reagiert damit auf eine Lücke im Finanzierungssystem: Während die Alterspflege über die Krankenversicherung und kantonale Beiträge finanziert wird, ist die Betreuung und Unterstützung im Alltag Privatsache, wie die Stadt Bern meldet.

Nicht alle Seniorinnen und Senioren können sich diese zusätzlichen Kosten aber leisten. «Das darf nicht sein», sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher an einer Medienkonferenz.

«Denn die Bedeutung von Unterstützungs- und Betreuungsmassnahmen im Alter werde oft unterschätzt», so Teuscher weiter. Diese Massnahmen könnten die Pflegebedürftigkeit hinauszögern und damit einen wesentlichen Beitrag an das selbstbestimmte Wohnen leisten und gleichzeitig die ambulanten und stationären Pflegekosten reduzieren.Der Gemeinderat reagiert mit den Betreuungsgutsprachen auf die Unterfinanzierung von Betreuung im Alter und setzt eine Massnahme der städtischen Wohnstrategie sowie ein Legislaturziel um.

Für das auf drei Jahre befristete Projekt (Mai 2019 bis Ende April 2022) habe die Stadt im Budget 2019 100’000 Franken eingestellt. Im Integrierten Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) seien für die Jahre 2020 bis 2022 je 200’000 Franken eingestellt.Das Projekt Betreuungsgutsprachen werde in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute Kanton Bern durchgeführt, welche im Auftrag der Stadt die Bedarfsabklärung bei Interessierten durchführt.

Die Berner Fachhochschule begleitet und untersucht das Projekt wissenschaftlich. Die Unterfinanzierung von Betreuung im Alter sei schweizweit ein Thema und die Erkenntnisse des Projektes sollen sowohl in die eidgenössischen als auch die kantonalen politischen Diskussionen einfliessen.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern unterstützt das Projekt und werde dieses auch inhaltlich begleiten..

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