Regional

Velofahren ist bei Berner Kindern und Jugendlichen beliebt

2019-04-04 08:32:01
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Stadt Bern

Kinder und Jugendliche in der Stadt Bern nutzen das Velo für den Schulweg vergleichsweise häufig, wie die Stadt Bern ausführt.

Dies habe eine Erhebung an Berner Schulen ergeben, die im Auftrag der Direktion für Bildung, Soziales und Sport durchgeführt wurde. Das grössere Potenzial in der Veloförderung besteht im Freizeitbereich.Im Kontext der Velo-Offensive der Stadt Bern wurden unmittelbar nach den Herbstferien 2018 rund 870 Kinder und Jugendliche der 4. bis 9. Klassen zu ihrer Velonutzung befragt.

Die Ergebnisse der Erhebung seien auf Ebene Stadt pro Zyklus repräsentativ und stellen somit eine solide Grundlage für weitere Massnahmen zur Veloförderung bei der Zielgruppe «Kinder und Jugendliche» dar. Befragt wurden die Schülerinnen und Schüler zu den drei Bereichen Velonutzung auf dem Schulweg, Freizeitnutzung sowie Verfügbarkeit von Velos.Rund 10 Prozent der Kinder im Zyklus 2 (4. bis 6.Klasse) respektive 30 Prozent der Jugendlichen im Zyklus 3 (7. bis 9. Klasse) legen ihren Schulweg regelmässig mit dem Fahrrad zurück.

Damit liegt die Velonutzung in der Stadt Bern im Durchschnitt der Deutschschweizer Städte (Zyklus 2) respektive deutlich darüber (Zyklus 3). Eine sprunghafte Zunahme der Velonutzung von 12 auf 35 Prozent erfolgt mit dem Übertritt von der 6. zur 7. Klasse, der oft mit einem Schulhauswechsel und – damit verbunden – mit einem längeren Schulweg einhergeht.

Buben fahren etwas häufiger mit dem Velo zu Schule als Mädchen.Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler kommt aber zu Fuss in die Schule (59 Prozent im Zyklus 2 respektive 46 Prozent im Zyklus 3). Während im Zyklus 2 auch den sogenannt «fahrzeugähnlichen Geräten» (FäG) wie Trottinetts eine grosse Bedeutung zukommt, werde der öffentliche Verkehr (öV) mit zunehmendem Alter zu einem wichtigen Verkehrsmittel für den Schulweg.

Die Nutzung des öV verdreifacht sich innerhalb von nur drei Schuljahren von 8 Prozent in der 6. Klasse auf 25 Prozent in der 9. Klasse. Wie die Erhebung zeigt, geht dieser Zuwachs zu Lasten des Velos.

Als erfreulich zu werten sei die Erkenntnis, dass in der Stadt Bern «Eltern-Taxis» weder bei den jüngeren noch den älteren Schülerinnen und Schülern ein Problem darstellen.In der Freizeit nutzen 20 Prozent (Zyklus 2) respektive 30 Prozent (Zyklus 3) der Kinder und Jugendlichen das Fahrrad «fast jeden Tag». Die Veloabstinenz sei aber relativ hoch: 30 Prozent der Kinder (Zyklus 2) respektive 45 Prozent der Jugendlichen (Zyklus 3) seien «nie» oder «selten» in der Freizeit mit dem Fahrrad unterwegs.

Auch in der Freizeit gilt: Die Velonutzung sei bei Jungen höher als bei Mädchen.Grundsätzlich sei die Verfügbarkeit von Velos in der Stadt Bern hoch. Dabei zeigt sich, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Fahrräder kaputt und nicht fahrtüchtig sei (Zyklus 2: 6 Prozent; Zyklus 3: 10 Prozent).

Der Anteil der defekten Fahrräder sei bei den Buben doppelt so hoch wie bei den Mädchen. Tendenziell sei die Veloverfügbarkeit zudem in den Schulkreisen Bümpliz und Bethlehem tiefer.Die Analyse der Ergebnisse sei noch nicht abgeschlossen.

Gestützt auf die Ergebnisse lassen sich die Handlungsfelder und erste Fördermassnahmen umreissen: Beim Schulweg werde es primär darum gehen, das Abwenden weg vom Fahrrad, das ab dem 7. Schuljahr einsetzt, zu bremsen. Massnahmen seien hier etwa die Verbesserung der Sicherheit auf den Veloschulwegen, die Einrichtung von gedeckten Veloabstellplätzen auf den Schulanlagen, Förderangebote wie Bike-to-School oder die vermehrte Velonutzung auf Schulausflügen.Im Freizeitbereich seien einige vielversprechende Massnahmen bereits aufgegleist, etwa mit dem Konzept der Velofreizeitanlagen.

Wichtig zu sein scheint, dass die Jugendlichen ihre Freizeitaktivitäten vermehrt mit der Nutzung des Velos verbinden können. Plätze, wo sich Jugendliche treffen, sollen mit dem Velo gut und sicher erreichbar sein.

So solle nun beispielsweise eine gute Erreichbarkeit von Quartiertreffpunkten mit dem Velo geprüft werden. Die Veloverfügbarkeit solle da erhöht werden, wo dies angezeigt ist, etwa durch Veloflickkursen, durch «Gratismiete» oder durch Schulvelos.

Und schliesslich solle in Bern eine «Velokultur» etabliert werden. «Kinder sollen Freude am Velofahren haben und das Velo solle bei Jugendlichen ‘cool’ sein», sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher..

Suche nach Stichworten:

Velofahren Kindern beliebt