Regional

Überregionale Kampagne gegen Plastik im Grüngut

2019-05-06 09:32:21
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Quelle: Stadt Bern

Fremdstoffe – insbesondere Plastik – gehören nicht in die Grünabfuhr, wie die Stadt Bern ausführt.

Allerdings seien die separat gesammelten Grün- und Bioabfälle aus Privathaushalten aus allen Regionen des Kantons Bern zunehmend versetzt mit Fremdstoffen. Es landen zu viele Plastikmaterialien (Verpackungen, Säcke, Folien, etc.) und andere nichtbiogene Stoffe in den Grüncontainern.

Diese müssen in den Verwertungsanlagen mit grossem Aufwand von Hand aussortiert werden. Was dabei nicht erkannt wird, landet bei der Weiterverarbeitung schliesslich im Kompost oder Dünger, der wieder auf den Feldern verteilt wird, inklusive den darin verbleibenden Plastikteilen und artfremden Stoffen.

Will man die Aussortierung dieser fremden Materialien technisch lösen, wäre das mit sehr hohen Kosten bei den Sortieranlagen – und damit einem Anstieg der Verwertungsgebühren – verbunden. Es seien darum griffige Massnahmen gefordert, mit denen in erster Linie vermieden werden soll, dass Plastik überhaupt in den Grüngut-Kreislauf gelangt.Die Art der Grüngutsammlung variiert im Kanton Bern von Gemeinde zu Gemeinde.

Die einen sammeln ausschliesslich Gartenabfälle, andere zusätzlich Rüstabfälle und Speisereste. Allen gemeinsam ist, dass der zu hohe Fremdstoffanteil ein Problem darstellt.

Aus diesem Grund haben die Vertreterinnen und Vertreter der Abfallregion Bern ihre Kräfte gebündelt und lancieren gemeinsam eine Sensibilisierungskampagne in der Bevölkerung. Unter dem Motto «Stop Plastic!» werden verschiedene Informations- und Kommunikationsaktivitäten umgesetzt.

Kernstück bildet dabei die gemeinsame Web-site www.stop-plastic.ch, auf der mit einer klaren Bildsprache und leicht verständlich auf die korrekte Grüngutsammlung und -bereitstellung, die Kreislauf-Problematik und auf die einzelnen Gemeindeangebote hingewiesen wird.Kommunikativ ergänzt werde die Website mit einer Print- und Online-Kampagne, im Rahmen derer Inserate, Plakate, öV- und Poststellenwerbung und Onlinebanner geschaltet werden. Weitere Aktionen, wie ein Video-Wettbewerb, seien im Verlauf des Sommers 2019 geplant.

«Es sei sehr motivierend und zielführend, dem Plastik gemeinsam den Kampf ansagen und nach Lösungen suchen zu können», sagt Daniel Trachsel von der KEWU AG, Krauchthal..

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