Regional

Kooperation Bern: Sechs Gemeinden starten Fusionsabklärungen

2019-06-26 17:02:15
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Quelle: Stadt Bern

Mit einem gemeinsamen Anlass haben die Gemeinden Bern, Bolligen, Bremgarten bei Bern, Frauenkappelen, Kehrsatz und Ostermundigen das Projekt «Kooperation Bern» heute Mittwoch offiziell gestartet, wie die Stadt Bern schildert.

Bis Januar 2020 werde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, auf deren Grundlage die Gemeinden entscheiden werden, ob sich eine vertiefte Zusammenarbeit aufdrängt oder ob sie miteinander in Fusionsverhandlungen treten. Die Gesamtprojektleitung übernimmt die Firma Ecoplan.Im März haben die Gemeindepräsidien der sechs Partnergemeinden an einer ersten gemeinsamen Sitzung beschlossen, Abklärungsarbeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit sowie Fusionsabklärungen aufzunehmen.

Nun seien die Vorbereitungen für diese Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Die Projektorganisation steht, die Gesamtprojektleitung sei bestimmt und die inhaltlichen Arbeiten können beginnen.Zum Projektauftakt trafen sich heute am 26. Juni 2019 die politischen Vertreterinnen und Vertreter der sechs Partnergemeinden sowie die übrigen Projektbeteiligten auf dem höchsten Gebäude der Region Bern.

Auf dem Dach des ehemaligen technischen Zentrums der PTT, des sogenannten Swisscom-Towers, fand der Kick-off für die Machbarkeitsstudie statt. Den Anwesenden wurde ein Überblick über das Projekt geboten und die neu gewählte Gesamtprojektleitung wurde vorgestellt.

Als Gastreferent geladen war Wanja Greuel, der CEO des aktuellen Fussball-Schweizermeisters BSC Young Boys. Er sprach darüber, wie man gemeinsam und unabhängig der Herkunft ein Ziel erreicht, eine Erfolgsformel, die gleichermassen für Sport und Politik gelte.Die Gesamtprojektleitung der Machbarkeitsphase des Projektes «Kooperation Bern» übernimmt Felix Walter von der Firma Ecoplan.

Er werde zusammen mit seinem Stellvertreter Michael Marti die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie verantworten und die Projektgremien in der Vernehmlassung und dem politischen Prozess bis zu den Grundsatzentscheiden über mögliche Fusionsverhandlungen Ende 2020 begleiten. Felix Walter habe im Jahr 2014 die Studie «Bausteine für eine Stadtregion Bern 2030» verfasst und gehört somit zu den Wegbereitern der aktuellen Zusammenarbeits- und Fusionsdebatte.

Felix Walter und die Firma Ecoplan verfügen über grosses Wissen und grosse Erfahrung in der Analyse von kommunalen und regionalen Strukturen und Veränderungsprozessen in der Region Bern und darüber hinaus.Bis nach den Sommerferien entwirft die Gesamtprojektleitung zuhanden der Projektgremien ein Konzept für die Machbarkeitsstudie. Danach werde bis Ende Januar 2020 die Machbarkeitsstudie erarbeitet.

Nach einer Vernehmlassung und einem politischen Prozess beschliessen die beteiligten Gemeinden im Dezember 2020 über die Grundsatzfrage, ob konkrete Fusionsverhandlungen aufgenommen werden sollen oder nicht. Gefällt werden die Entscheide von den jeweils zuständigen Gremien.

In Bern und Ostermundigen seien dies die kommunalen Parlamente. Danach beginnen allfällige Fusionsverhandlungen, die 2023 in Volksabstimmungen münden sollen.

Das allfällige Inkrafttreten einer Fusion sei Anfang 2025 geplant.Im Projekt «Kooperation Bern» spielt die Kommunikation mit und die partizipative Einbindung von Behörden, Verwaltung, Gewerbe / Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Gruppierungen und vor allem der breiten Bevölkerung eine wichtige Rolle. Zurzeit läuft das Ausschreibungsverfahren für ein entsprechendes Mandat Kommunikation / Information / Partizipation.

Es solle nach den Sommerferien vergeben werden. Die Auftragnehmer sollen ihr Mandat ab Herbst ausüben.

Bis dahin werde die Öffentlichkeit in regelmässigen Abständen auf der provisorischen Projektwebseite www.bern.ch/kooperationbern über den Projektstand informiert. Über die Adresse kooperation@bern.ch habe die interessierte Öffentlichkeit zudem die Möglichkeit, Fragen zum Projekt zu stellen oder Anregungen einzubringen..

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