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Kulturstaatsministerin restituiert Signac-Gemälde aus dem Kunstfund Gurlitt - Grütters: „Wir werden nicht nachlassen, den NS-Kunstraub aufzuarbeiten“

2019-07-03 12:25:00
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Quelle: Deutsche Bundesregierung

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat heute im Bundeskanzleramt das Gemälde „Quai de Clichy, wie die Deutsche Bundesregierung ausführt.

Temps gris (Opus 156)“ von Paul Signac an Agnès Sevestre-Barbé, die Vertreterin der Familie des ursprünglichen Eigentümers Gaston Prosper Lévy, übergeben. Es handelt sich um die sechste Rückgabe aus dem Bestand Cornelius Gurlitt.

Der Fall wurde von den Forscherinnen und Forschern der Taskforce Schwabinger Kunstfund und des Projekts „Provenienzrecherche Gurlitt“ aufgedeckt.Monika Grütters erklärte: „Unzählige der meist jüdischen Sammler von Kunst- und Kulturgütern wie Gaston Prosper Lévy wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, beraubt oder enteignet. Andere mussten ihren Besitz weit unter Wert veräußern oder bei Flucht und Emigration zurücklassen.

Dieses Leid und dieses Unrecht lassen sich nie wieder gutmachen.“Deshalb sei es so wichtig, dass es den Provenienzforschern gelungen ist, das Gemälde „Quai de Clichy“ von Paul Signac als NS-Raubkunst zu identifizieren und mit der Rückgabe des Gemäldes an seine Familie „wenigstens ein Stück weit zu historischer Gerechtigkeit“ beitragen zu können. Jede Restitution, jede gerechte und faire Lösung zähle, so die Staatsministerin.

„Oftmals sei es ein langer und zeitintensiver Weg dorthin. Aber wir werden nicht nachlassen, die Aufarbeitung des NS-Kunstraubes konsequent voranzubringen.

Dies seien wir den Opfern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft und ihren Nachfahren schuldig“, sagte Grütters.Dr. Marcel Brülhart, Vertreter des Kantons Bern in der Dachstiftung Kunstmuseum Bern - Zentrum Paul Klee, erklärte: „Das Kunstmuseum Bern hatte sich nach reiflicher Überlegung für die Annahme der Erbschaft Cornelius Gurlitt entschieden, um einen Beitrag an die Aufarbeitung des NS-Kunstraubs und zur Milderung geschehenen Unrechts zu leisten.

Entsprechend freuen wir uns über jede Rückgabe eines Werkes an die berechtigen Erben im Nachgang zu den aufwändigen Forschungsarbeiten. Entscheidend sei am Ende aber nicht die Menge der Restitutionen, sondern das ehrliche und engagierte Bemühen um die Klärung der Herkunft sämtlicher Werke des Kunstfundes Gurlitt“..

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