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Programm für Hausarztmedizin - Das Praxisassistenz-Programm ist ein Erfolg

2019-07-17 08:02:02
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Quelle: Kanton Bern

Das Programm «Praxisassistenz» zur Förderung der Hausarztmedizin ist erfolgreich: Acht von zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktizieren bereits als Hausärzte oder wollen dies künftig tun, wie der Kanton Bern ausführt.

Dies zeigen die Rückmeldungen von 151 der insgesamt 165 Ärztinnen und Ärzte, die das Programm absolviert haben. Eine Analyse der vergangenen 10 Jahre bestätigt diese sehr erfreuliche Entwicklung und Attraktivitätssteigerung des Hausarztberufes.

Der Kanton Bern habe das Programm «Praxisassistenz» im Jahr 2008 lanciert und finanziert aktuell 35 mehrmonatige Praxisassistenzen pro Jahr mit.Das Praxisassistenzprogramm (PA-Programm) macht junge Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung zum Hausarzt- beziehungsweise Kinderarztberuf mit der Praxistätigkeit vertraut. Es bereitet sie spezifisch für die Arbeit in einer Arztpraxis vor.

Der Kanton Bern habe das Weiterbildungsprogramm 2008 als Modellversuch gestartet. Bis 2018 konnten jährlich 21 Praxisassistenzstellen vergeben werden; seit 2019 werden 35 Stellen mitfinanziert.

Damit sei das Berner Programm schweizweit das grösste Assistenzprogramm zur Förderung des Hausarztberufes. Die Aerztegesellschaft des Kantons Bern habe sich massgeblich bei der Etablierung und Weiterentwicklung des Praxisassistenz-Programms engagiert – dafür eingesetzt habe sich zudem der Verein Berner Haus- und KinderärztInnen.Das Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) führt regelmässig Befragungen durch.

Erstmals wurden nun die gesamten Resultate der Jahre 2008 – 2017 ausgewertet. Darin zeigt sich, dass die Attraktivität des Hausarztberufes stark gestiegen ist.

Waren es 2014 noch 67 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des PA-Programms, die sicher oder ziemlich sicher in einer Praxis arbeiten würden, waren es bei der aktuellen Umfrage schon 82 Prozent. Von fehlendem Mut zum Praxiseinstieg berichten in der neuesten Befragung noch 50 Prozent, 2014 waren es 83 Prozent.

Das Programm wurde zu 7 Prozent in der Stadt, zu 30 Prozent in der Agglomeration und zu 63 Prozent auf dem Land durchgeführt. Auf 48 Prozent gestiegen sei auch der Anteil der Einsätze in Gruppenpraxen (2014: 26 Prozent).Der Kanton Bern trägt durch die Unterstützung des PA-Programms massgeblich dazu bei, dass der dringend benötigte hausärztliche Nachwuchs gefördert wird.

Die Koordinationsstelle am BIHAM betreut den Nachwuchs mit einem Mentoring-Programm und achtet auf eine ausgewogene Verteilung der PA-Stellen im Kanton Bern. Sie könne somit auch Einfluss darauf nehmen, wo neue Praxen entstehen oder bestehende übernommen werden können.

So beginnt speziell in den ländlichen Regionen die Nachwuchsförderung in der Hausarztmedizin zu greifen.Da sich die meisten Assistenzärztinnen und -ärzte für ihr Weiterbildungsziel zum «FMH Allgemeine Innere Medizin» im Verlauf der ersten zwei Jahre entscheiden, habe das BIHAM in Zusammenarbeit mit dem Inselspital das «Berner Curriculum für Allgemeine Innere Medizin» gestartet. Dies sei ein modular aufgebautes Weiterbildungsprogramm, bei dem auch die Hausarztmedizin speziell unterstützt wird.

Damit wurde ein zusätzliches umfassendes Angebot geschaffen, das die Attraktivität des Hausarztberufes und auch der Spitalinternisten stärken soll. .

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