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Erste Quartierküche: 650 Mahlzeiten pro Tag für Berner Kinder

2019-08-15 10:32:00
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Quelle: Stadt Bern

Im so genannten «Cook and Chill»-Verfahren werden täglich 650 Menüs für 19 Kinderbetreuungsinstitutionen produziert, wie die Stadt Bern schildert.

Sofort nach der Produktion werden die Mahlzeiten auf drei Grad gekühlt und von der Lieferung bis hin zur Regeneration an den jeweiligen Standorten kühl gehalten. Die Mahlzeiten zeichnen sich durch ein hohes vegetarisches Angebot aus.

Pro Woche werden dreimal vegetarische Mahlzeiten und zweimal Speisen mit Fisch oder Fleisch an jeweils abwechselnden Wochentagen serviert. Dabei werden aktuelle ernährungsphysiologische Aspekte berücksichtigt und die Vorgaben des Labels «fourchette verte» sowie die Ernährungsrichtlinien der Stadt Bern eingehalten.In der Produktion von Mahlzeiten arbeiten langzeitarbeitslose Menschen mit.

Dank der Zusammenarbeit mit «Gastro Bern» konnte das Kompetenzzentrum Arbeit (KA) Qualifizierungsangebote kreieren, welche in der Praxis sehr gut anwendbar sind. Die Kursteilnehmenden absolvieren ein sechsmonatiges Qualifizierungsprogramm, welches sie für eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

Neben der praktischen Arbeit finden Lernsequenzen statt, die es den Teilnehmenden ermöglichen, die Lerninhalte zu vertiefen. Gegen Ende des Programms erhalten die Teilnehmenden Unterstützung beim Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen und bei der Suche nach einer geeigneten Stelle.Mit den steigenden Kinderzahlen in Bern sei auch die Nachfrage nach Tagesbetreuungsplätzen in den vergangenen Jahren stark angestiegen.

2014 stellte sich für den Gemeinderat die Frage, wie die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen in der familienexternen Betreuung am besten zu organisieren sei. Klar war, dass insbesondere kleine Produktionsküchen nicht wirtschaftlich arbeiten können.

Im Februar 2016 beschloss der Gemeinderat das Modell «Vielfalt» mit einem Mix aus sogenannten Quartierküchen, betriebseigenen Produktionsküchen und externen Catering-Lösungen – je nach bestehender Infrastruktur, örtlich-räumlicher Gegebenheiten und den wirtschaftlichen Erfordernissen. Für die Mahlzeitenherstellung gelten die Ernährungs- und Qualitätsrichtlinien der Stadt Bern.Um die neue Quartierküche betriebsbereit zu machen, waren diverse bauliche Anpassungen nötig.

So mussten Böden, Wände und Beleuchtung ausgebessert oder erneuert werden. Zudem wurde eine neue Kücheneinrichtung eingebaut, da die bisherige den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach.

Auch die zu beliefernden Standorte mussten baulich angepasst und beispielsweise mit Regeneriergeräten ausgestattet werden. Nach sechsmonatiger Bauzeit konnte die neue Quartierküche Anfang Juni den Betrieb aufnehmen.

Die baulichen Massnahmen kosteten rund 2,5 Millionen Franken..

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