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Europäische Denkmaltage: Blick ins sanierte Morellhaus

2019-09-02 09:02:01
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Quelle: Stadt Bern

Die Sanierung des Morellhauses wird Ende November 2019 abgeschlossen, wie die Stadt Bern meldet.

Die Wohnungen werden in den nächsten Tagen zur Miete ausgeschrieben. Anlässlich der Europäischen Denkmaltage könne die interessierte Öffentlichkeit am 14. September 2019 das ehemalige Patrizierhaus mit seiner wertvollen barocken Ausstattung besichtigen.Im Rahmen der Umbauarbeiten des Morellhauses kamen hinter mehreren Schichten Pavatex und Gips versteckte wertvolle historische Funde zum Vorschein.

Dazu zählen barocke Deckenmalereien und elegante Täfer, die im frühen 18. Jahrhundert entstanden sind. Restauratorische Analysen ermöglichten es, die ursprüngliche Farbigkeit zu eruieren.

Ein besonderes Anliegen der Bauherrschaft (Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik) und der Denkmalpflege war es, diese historische Ausstattung sorgfältig in das Umbauprojekt zu integrieren.Ein Brand zerstörte im Juli 2018 das zweite Obergeschoss sowie den Dachstuhl. Dank dem raschen Einsatz der Feuerwehr und der professionellen Trocknung der Liegenschaft konnte die wertvolle Deckenbemalung im ersten Obergeschoss gerettet werden.

Beim Wiederaufbau war der Substanzerhalt und die möglichst originalgetreue Wiederherstellung das oberste denkmalpflegerische Ziel. Dabei wurden originale Materialien und Techniken verwendet.Die Liegenschaft an der Postgasse 14, welche ursprünglich aus zwei separaten Gebäuden bestand, wurde 1724 durch die Burgerfamilie Delosea zu einem herrschaftlichen Wohnhaus umgebaut.

Zu dieser Zeit erhielt das Gebäude seine barocke Ausstattung: edle Täfer, farbige Deckenmalereien und hochwertige Bodenbeläge. Der heutige Name geht zurück auf Bernhard Niklaus Morell, der das Gebäude im 19. Jahrhundert erwarb.

Nach Morells Tod 1835 kaufte die Stadt Bern die Liegenschaft. Fortan diente das Morellhaus verschiedenen Nutzungen, unter anderem beherbergte es Schulräume und zuletzt das Sekretariat des Stadtparlaments.

Mit Abschluss der Sanierung Ende 2019 werde das Gebäude wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als Wohnhaus zugeführt.Im Juli 2017 hatte der Gemeinderat einen Baukredit von 4,2 Millionen Franken zur Sanierung und zum Umbau des Morellhauses genehmigt. Die Sanierung werde bis Ende November 2019 abgeschlossen.

Die sieben 2- und 3-Zimmerwohnungen werden in Kürze zur Miete ausgeschrieben. Trotz der Lage mitten im UNESCO-Weltkulturerbe seien die neuen Wohnungen bezahlbar: Die kleinste 2-Zimmerwohnung mi 52 Quadratmetern Hauptnutzfläche werde netto 953 Franken kosten, die grösste 3-Zimmerwohnung mit 96 Quadratmetern Hauptnutzfläche 1760 Franken.Mit Führungen und Veranstaltungen unter dem Titel «Farben» bringen die Europäischen Tage des Denkmals der Bevölkerung das baukulturelle Erbe der Schweiz näher.

Die Denkmalpflege, Bauherrschaft, Architektin und Bauforscher führen Interessierte durch das Morellhaus und stellen den Bau mit seiner wechselvollen Geschichte vor. Die Besichtigungen des Morellhauses finden statt am.

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