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Die archäologische Zone auf der St. Petersinsel ist renoviert

2019-09-06 14:32:03
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Quelle: Kanton Bern

Die archäologische Zone der ehemaligen Klosterkirche auf der Sankt Petersinsel präsentiert sich zeitgemäss und attraktiv: Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat die Mauerreste und Schutzbauten instand gestellt, wie der Kanton Bern schildert.

Mit neuen Elementen und Infotafeln können die Besucherinnen und Besucher den einstigen Kirchenbau einfacher und anschaulicher erleben. Wie Spuren von Pfahlbauten beweisen, geht die Besiedlung der Sankt Petersinsel bis in die Bronzezeit zurück.

Im 7./8. Jahrhundert wurde ein erstes Klösterchen errichtet, das aus einer gemauerten Kirche und einem hölzernen Klausurtrakt bestand. Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster dem Cluniazenserorden übergeben.

Nach dem mutmasslichen Einsturz einer im Bau befindlichen neuen Kirche nahm der Orden im 12. Jahrhundert eine kleinere Anlage in Angriff. Von dieser wurden nur der Chor, das Querhaus und der Konventstrakt fertiggestellt.

Nach der Reformation brach man die Kirche ab und wandelte das Kloster in einen Gutsbetrieb für Viehzucht und Weinbau um. Dieser entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum heutigen Hotel mit Restaurant.Seither verwitterten die Mauerreste und Schutzbauten und zeigten entsprechende Schäden.

Deshalb liess der Archäologische Dienst nun das Schutzdach ersetzen und Mauern konservieren. Zusätzlich wurde im ehemaligen Querhaus der Boden erneuert und darauf die Raumteilung nachgezeichnet.

Auf der Ostseite zeigen neu Metallbänder auf dem Boden die Apsiden der eingestürzten Klosterkirche an. Dank dieser Massnahmen werde der einstige Kirchenbau besser verständlich.

Zusätzlich beschreiben und illustrieren drei neue Infotafeln das Kloster und seine bauliche Entwicklung. An der Finanzierung der Erneuerungsarbeiten beteiligten sich die Burgergemeinde Bern und der Lotteriefonds des Kantons Bern.Die Sankt Petersinsel sei mit dem Gastronomiebetrieb in der ehemaligen Klosteranlage ein beliebtes Ausflugsziel.

Neben dem Landschaftserlebnis und dem kulinarischen Vergnügen lohnt sich auch ein Besuch der archäologischen Zone. Ein Rundgang führt zu den archäologischen Resten des Kirchenbaus, aber auch durch den Konventstrakt mit seinen verschiedenen Räumlichkeiten (Jean-Jacques-Rousseau-Zimmer, Gotischer Saal mit Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert).

Ein Flyer des Archäologischen Dienstes bietet dazu ausführliche Informationen. Bild anzeigen Rund um den Konventstrakt des ehemaligen Cluniazenserklosters auf der Sankt Petersinsel – heute Klosterhotel mit Restaurant – wurde die archäologische Zone neu gestaltet.

© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner Bild anzeigen Der neue Boden des ehemaligen Querhauses mit Markierung der Vierung. Neu seien auch die Schutzbauten beim Abschluss des nördlichen Querhauses.

© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner Bild anzeigen Vogelschau des Cluniazenserklosters nach der Fertigstellung um 1125. Erkennbar sei die Klosterkirche mit Apsiden, Querhaus und Vierung mit Turm. Das Kirchenschiff fehlt und wurde nie realisiert.

Südseitig schliessen die drei heute noch grossenteils erhaltenen Konventsflügel mit dem Kreuzhof an. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Max Stöckli.

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