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Trinkwasser in Köniz ist von ausgezeichneter Qualität

2019-09-16 16:02:02
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Quelle: Gemeinde Köniz

16.09.2019 - Das Pestizid Glyphosat löste in Zusammenhang mit der Trinkwasserqualität im vergangenen Jahr schweizweit Unsicherheit aus, wie die Gemeinde Köniz schildert.

In den letzten Monaten sorgten mancherorts festgestellte Überschreitungen des Höchstwertes von Chlorothalonil und dessen Abbauprodukten für Negativschlagzeilen. In Köniz sei eine kleinere Quellfassung von einer Überschreitung betroffen.

Sie wurde sofort vom Trinkwassernetz genommen. Bei allen anderen kommunalen Wasserfassungen liegen die Werte deutlich unter den zulässigen Höchstwerten.

Die Bevölkerung von Köniz, Oberbalm und Thörishaus könne das Trinkwasser somit ohne Einschränkungen geniessen.Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) habe Ende August die Ergebnisse der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA veröffentlicht. Seither sei klar, dass die Sorge um die Qualität des Trinkwassers, das zu rund 80 Prozent aus dem Grundwasser gewonnen wird, berechtigt sei (die Medien berichteten).

In verschiedenen Kantonen wurde festgestellt, dass in mehreren Dutzend Trinkwasserfassungen der erst im Sommer 2019 erlassene Höchstwert des Pestizids Chlorothalonil und dessen Abbauprodukten überschritten ist.Auch das vor Jahresfrist im Brennpunkt des Interesses stehende Pestizid Glyphosat war nicht vorhanden. Nachgewiesen werden konnten einzig die Industriechemikalie Benzotriazol (u.

a. als Silberschutz in Geschirrspülern eingesetzt) und der künstliche Lebensmittelzusatzstoff Acesulfam in äusserst geringer Konzentration (<0.05 Mikrogramm/Liter).

Zu beiden im Siedlungsraum vorkommenden Stoffen existieren keine Höchstwerte, weil sie als unbedenklich gelten.Überprüfung auf Chlorothalonil Im Nachgang des NAQUA-Berichts wurde in diesem Sommer in den Medien breit über das Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte berichtet. Das im Getreideanbau seit den 1970er Jahren verbreitet eingesetzte Pilzschutzmittel steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Mit Weisung vom 8. August 2019 habe das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) deshalb die kantonalen Kontrollbehörden der Lebensmittelgesetzgebung angewiesen, Überschreitungen des neu festgelegten Höchstwertes von 0.1 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser zu beanstanden.Daraufhin habe die Wasserversorgung Köniz alle ihre Trinkwasserfassungen auf diesen neuen Problemstoff untersuchen lassen. Bis auf die kleine Quellfassung Gummersloch im Köniztal liegen alle Werte deutlich unter dem zulässigen Höchstwert.

Diese Quelle wurde sofort vom Trinkwassernetz abgehängt. Sie werde erst wieder angeschlossen, wenn sie die rechtlichen Anforderungen erfüllt.

Die Untersuchungen werden weitergeführt, damit die Bevölkerung von Köniz und Oberbalm jederzeit von einer einwandfreien Qualität des Trinkwassers ausgehen kann.Die Gemeinde Köniz erwartet trotzdem umgehend Massnahmen auf Bundesebene, d. h.

ein rasches Verbot von Chlorothalonil, Glyphosat und anderen problematischen Pestiziden. Weiter solle möglichst darauf verzichtet werden, Pestizide in Gartenanlagen sowie in der Nähe von Gewässern und bei Verschmutzungsgefahr des Grundwassers auszubringen.Zum Schutz unserer Trinkwasserfassungen seien Grundwasserschutzzonen von grösster Wichtigkeit.

Die Gemeinde überprüft regelmässig die Einhaltung der Schutzvorschriften. Wo immer möglich werden mit den Bewirtschaftern Abmachungen zum Schutz der Ressource getroffen, die über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen..

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